Mäzen und Stifter
*1786 in Lenggries
† 1865 in Lenggries
Er stammte aus dem Hof des Gaisreitherbauern jenseits der Isar (Gilgenhöfe 6) ab und erbte den Besitz. Später (ab 1857) bezog er das Haus Lenggries Dorf Plan Nr. 156 (Johann Probst Str. 18). Zu seinen großzügigen Unterstützungen der Gemeinde gehörten unter anderem 1849 die wohnliche Herstellung der Klause am Kalvarienberg, die Übernahme der Kosten für den feuervergoldeten Turmknopf samt Kreuz und Stiefel auf dem Lenggrieser Kirchturm, sowie 1850 eine neue Glocke mit Glockenstuhl. 1861 war er der Hauptspender der neuen Kreuzwegstationen, 1862 ließ er die Hilfkapelle und den Altar restaurieren. Seine „größte“ Tat war 1858 die Probstsche Armenstiftung, die „Special-Armen-Fonds-Stiftung“ für die Pfarrgemeinde Lenggries. Die Zinserträge aus der Stiftung sollte zu allen Zeiten vom Lenggrieser Armenpflegschaftsrat unter Vorstandschaft des Ortspfarrers verwendet werden für die Ortsarmen, die Verunglückten, die armen Kranken und die Pfarrkirche. 1863 wurde von der Probstschen Armenstiftung das ehemaligen Krankenhaus errichtet. 1925 ging das Krankenhaus in den Besitz der politischen Gemeinde Lenggries über. Ideengeber war über lange Zeit Stefan Glonner und Johann Probst war der Geldgeber. Beider Zusammenwirken förderte den sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde im 19. Jahrhundert.
Bezug zu Lenggries: Förderer des Gemeinwohls und der Kirche von Lenggries