Geistlicher
* 12.12.1828 in Bad Tölz
† 17.04.1901 in Bad Tölz
Stefan Glonner wurde 1854 in Freising zum Priester geweiht und 1856 ging er als Kaplan nach Lenggries. Wegen Kränklichkeit 1861 übernahm er das Benefiziat von Schloss Hohenburg, wo er reichlich Muse hatte heimatgeschichtliche Studien zu treiben. Während seiner Zeit hat er die Matrikel bearbeitet und das Familienbuch bis zu seinem Weggang 1883 geführt.
Seine Hebung der sozialen Fürsorge in Lenggries stand in Zusammenhang mit den Lenggrieser Wohltäter und Geldgeber Johann Probst, wie der Umbau eines Gebäudes zu einem Altersheim und die gemeindliche Wasserleitung. Zudem forcierte er den Bau des Gemeindehauses, das heutige Rathaus. Er stieß den Bau eines großen Krankenhauses an mit landwirtschaftlichem Betrieb vor allem für kranke Dienstboten, Holzarbeiter, Flösser. Mit den Nachbarsgemeinden Jachenau, Wackersberg, Gaissach wurde eine Benützung des Krankenhauses mitbeschlossen. Zur Finanzierung errichtete er eine Pfarramtliche Sparkasse, die er selbst führte. Als stetig fließende Quelle diente der Lokalmalzaufschlag (genannt Bierpfennig). Die Sparkasse lieferte das benötigte flüssige Geld zu 3%, sodass die restlose Tilgung der ganzen Schuld sich fast in der Hälfte der vorgesehenen Zeit tatsächlich vollzog.
Das Vorausschauen von Stefan Glonner ermöglichte der Gemeinde Lenggries sozial und finanziell einen enormen Aufstieg in der kurzen Zeit von nur fünf Jahren.
Bezug zu Lenggries: Benefiziat Hohenburg, Armenstiftung, Krankenhaus, Wasserversorgung