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10 Wildfluss Isar - "Überbleibsel der Eiszeit"

Wir gehen hinunter fast bis zur Isar und suchen die weißblühende Silberwurz. Ihre Blüten sind von Mai bis September zu finden.

--> Wenn wir vorsichtig einen Zweig aufheben, der über den Kies gebreitet ist, können wir feststellen, woraus der Stängel besteht. Welche Farbe hat die Unterseite der Blättchen?

Zeichnung einer Silberwurz

Die Unterseite verrät ihren Namen: Silberwurz. Die immergrünen holzigen Zweige wachsen nur wenige Zentimeter im Jahr. Unter sich sammelt die Silberwurz ihre abgefallenen, ledrigen Blätter, die nur langsam zu Humus verrotten. Deshalb dauert es Jahrzehnte, bis ein einziger Quadratmeter bewachsen und dann der Boden für andere Pflanzen vorbereitet ist.

Als am Ende der letzten Eiszeit (vor 10 000 Jahren) die Temperaturen wieder anstiegen, hinterließen gewaltige Gletscherströme im Alpenvorland weite Flächen aus Kies und Sand. Aber es blieb noch kalt. Die Silberwurz schaffte es, die Flächen zu besiedeln. Deshalb wurde dieser Zeitabschnitt nach ihr benannt.

Heute kommt sie fast nur noch im Gebirge vor und gilt als Überbleibsel der Eiszeit. Auf dem unwirtlichen Isarkies kann sie gegenüber Konkurrenten, die bei guten Bedingungen schneller und höher wachsen, behaupten. Deshalb nimmt sie hier große Flächen ein.

Wir wenden uns nach Süden.

Hier geht´s zur Nr. 11 Isar - "Zarte Zähe Tamariske".