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Lenggries erleben Wie Lenggries zu seinem Namen kam Der Hauptort des Isarwinkels verdankt seinen Namen der Isar. Unter einem „Grieß“ versteht man im Alpenraum ein Kiesbett, das ein Gebirgsfluss aufgeschüttet hat. Weil die Isar im Bereich unserer heutigen Gemeinde einen besonders langen Grieß angelegt hat, hieß die Ansiedlung am „Langen Grieß“. Reißende Namensgeberin: Die Kiesbänke der Isar heißen „Grieß“ – Lenggries kommt vom „Langen Grieß“. Lenggries ist flächenmäßig eine der größten Dorfgemeinden Deutschlands. Das Gemeindegebiet ist mit 242,5 km² größer als beispielsweise die Fläche der nordrhein westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf (217 km²). Bekannt geworden ist unsere über 10.000 Einwohner zählende Gemeinde in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Sportlerinnen und Sportler des Ski-Clubs Lenggries, die seit einem Vierteljahrhundert an der internationalen Spitze des alpinen Rennsports kräftig mitmischen. Die Kalkbrennerei Für die Kalkbrennerei wurden kalkhaltige Steine, welche die Isar angeschwemmt hatte, von Frauen – den sogenannten „Steinklauberinnen“ – gesammelt. Im Kalkofen wurden diese Brocken aufeinandergeschichtet und „mürbe“ gebrannt. Nach dem Löschen verwandelten sich die porös gebrannten Steine in den begehrten Kalk, der in früherer Zeit mit dem Floß als überaus gefragter Baustoff nach München, Wien und Budapest geliefert wurde. Für das Brennen waren riesige Mengen Holz erforderlich. Weil der Kalk reißenden Absatz fand, kam es im Isarwinkel Ende des 15. Jahrhunderts zu einem regelrechten Kahlschlag der Wälder und folglich zu einem amtlichen Erlass, der die Kalkbrennerei einschränkte. Im Kalkofen wurden die kalkhaltigen Steinbrocken „mürbe“ gebrannt. 8 e-mail: info@lenggries.de


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