Winter
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  • Sylvensteinbrücke über dem türkisblauen Sylvensteinsee, © Christian Bäck, Tourismus Lenggries
  • Die bekannte Sylvensteinbrücke über dem Sylvensteinstausee mit dem versunkenen Dorf Fall, © Tourismus Lenggries, Christian Bäck
  • Historisches Foto vom Dorf Altfall mit dem Wildfluss Isar im Vordergrund und Bergen im Hintergrund, © Gemeinde Lenggries
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Das versunkene Dorf Fall

Der Ort Fall verdankt seinen Namen einem Wasserfall, der "Faller Klamm", der direkt neben der Ansiedlung lag. Zahlreiche Prominente reisten einst für Jagdurlaube nach Fall, darunter Ludwig Ganghofer oder Ludwig Thoma. Auch König Ludwig II., der in Vorderriß ein Jagdhaus und eine Kapelle baute, die zu besichtigen sind, gehörte zu diesem Kreis.

Ursprünglich lag das Dorf Fall direkt an der Isar im Tal. Damals bestand der Ort größtenteils aus Holzhäusern. Es gab auch ein Gasthaus, sowie eine 1740 erbaute Kapelle und ein Forstamt. Als 1954 die Bauarbeiten für den Stausee begannen, musste das ganze Dorf abgerissen werden, da bei der Fertigstellung des Staudamms 1959 das ganze Tal in den Fluten des neuen Sylvensteinspeichers versank. Fall wurde einige hundert Meter weiter oben - an der Straße zwischen Lenggries und Vorderriß - wieder neu aufgebaut und Neu-Fall genannt.

Die Grundmauern von Altfall sind manchmal nach langen Trockenperioden auf dem Seengrund sichtbar. Dass die Kirchturmspitze des versunkenen Dorfes noch manchmal aus dem Wasser ragt, ist ein Mythos: Das Kirchengebäude wurde komplett abgerissen.