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Markterkundungsverfahren

GEMEINDE LENGGRIES
Luftkurort
 

Markterkundungsverfahren über die städtebauliche Entwicklung der nördlichen Teilfläche der ehemaligen Prinz-Heinrich Kaserne Lenggries

 

Grundlage / Art des Verfahrens

Nichtförmliches Markterkundungsverfahren


Freiwillige Bekanntmachung zum Zwecke der Aufforderung zur Abgabe von Entwicklungskonzepten und konzeptbezogenen Interessensbekundungen


Entwicklungsgebiet:

Nördliche Teilfläche von ca. 133.000 m² der ehemaligen Prinz-Heinrich Kaserne Lenggries (derzeit Flächen Bebauungsplan Nr. 15 „Camp Woodward Europe Lenggries“), gelegen im Westen der Gemeinde Lenggries, bestehend aus den Grundstücken Fl.-Nr. 1993, 1971, 1944, 1945 teilweise, 1971 / 14, 1971 / 15, 1971 / 7, 1971 / 17, 1971 / 16, 1971 / 19, 1971 / 20, 1971 / 25, 1971 / 30, 1971 / 32, 1971 / 29, 1971 / 27, 1971 / 33, 1971 / 24, 1971 / 27, 1971 / 13, 1971 / 22, und 1971 / 4


(siehe Luftbild und Lageplan)


Folgende Flächen stehen im Eigentum der Gemeinde:


Fl.-Nr. 1993, 1971, 1945, 1971 / 14, 1971 / 15, 1971 / 7, 1971 / 17, 1971 / 16, 1971 / 19, 1971 / 20, 1971 / 25, 1971 / 30, 1971 / 32, 1971 / 29, 1971 / 24, 1971 / 13, und 1971 / 4

 

Luftbild Markterkundungsverfahren (PDF 6.348.34 KB)

Lageplan Markterkundungsverfahren (PDF 1.649.22 KB)

Luftbild Kaserne-01

Luftbild Kaserne-02

Markterkundungsverfahren 2016-06-27 (PDF 64.85 KB)

 


Durchführende Stelle

Gemeinde Lenggries
Rathausplatz 1
83661 Lenggries


ca. 9.900 Einwohner,
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Regierungsbezirk Oberbayern


Vorhaben

Städtebauliche Entwicklung der nördlichen Teilflächen der ehemaligen Prinz-Heinrich Kaserne Lenggries (derzeit Flächen „Camp Woodward Europe“) mit Nutzungen aus dem Bereich Sport, Freizeit und Bildung


Das gegenständliche Entwicklungsgebiet ist die nördliche Teilfläche der 1935/36 gebauten und 2003 von der Bundeswehr aufgegebenen ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne. Es liegt am nordwestlichen Ortsrand von Lenggries auf einem Geländeplateau über der Isar und dem Ortskern (ca. 1 km Entfernung) und in unmittelbarer Nähe zum Freizeitgebiet am Brauneck sowie zur Isar. Das Entwicklungsgebiet ist überwiegend von landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Flächen umgeben. Im südlichen Bereich der ehemaligen Kaserne sieht der Bebauungsplan Nr. 17 „Luitpolderhöfe“ Gewerbeflächen vor.


Die zu entwickelnde Fläche hat eine Gesamtgröße von ca. 133.000 m² und umfasst 18 Bestandsgebäude mit verschiedenster vormaliger Funktionsbestimmung (ehemalige Mannschaftsgebäude, Lehrgebäude, Turnhalle, Maschinen- und Lagerhallen, Werkstätten, etc.), angeordnet um den vormaligen Exerzierplatz sowie weitere Freiflächen inkl. eines Sportplatzes. Von den vorhandenen Gebäuden sind 8 Gebäude rund um den ehemaligen Exerzierplatz denkmalgeschützt (vgl. im Lageplan mit „D“ gekennzeichnete Gebäude).


Ziel: Die Gemeinde strebt die langfristige Entwicklung dieses Teils der ehemaligen Kasernenfläche an. Sie beabsichtigt dabei die Realisierung
von Nutzungen bzw. eines Nutzungsmixes aus den Bereichen Sport, Freizeit und Bildung. Die Nutzung soll durch ein privates Unternehmen auf dessen eigenes Risiko durchgeführt werden.


Die bestehenden Gebäude sollen, soweit denkmalgeschützt, ggf. – soweit zulässig – unter Erweiterung und Umbau für eine neue Nutzung nutzbar gemacht werden. Der Sportplatz soll erhalten bleiben. Eine Wohnnutzung sowie eine wohnähnliche Nutzung ist nicht gewünscht. Zum Schutz des Ortskerns sind Einzelhandelsnutzungen grundsätzlich nicht vorgesehen.


Ziel der Gesamtentwicklung ist insbesondere die Verbesserung des örtlichen Sport- und Freizeit- sowie Tourismus- und Bildungsangebots, ggf. unter Einbindung bereits im Ort vorhandener Freizeit- und Tourismusinfrastruktur und -unternehmen. Die Nutzung soll, soweit möglich, die vorhandenen alpinen Potentiale der Gemeinde und der Region Lenggries in den Bereichen Bergsport, Wintersport, Luftkurort, Landschaftsbild, Erholung, etc. naturverträglich aufgreifen und in die Nutzung einbinden. Insgesamt soll mit der Entwicklung der Flächen die Attraktivität des Standorts Lenggries im Rahmen des „sanften Tourismus“ erhöht werden.


Aus diesem Anlass erfolgt die Marktabfrage nach den hier aufgestellten Vorgaben.


Fragen:

1. Wie könnte eine Nutzung bzw. ein Nutzungskonzept für die
Gesamtfläche und / oder Teilflächen des Entwicklungsgebiets
aussehen?


2. In welcher Form können die bestehenden denkmalgeschützten
Gebäude sinnvoll in das von Ihnen vorgeschlagene Konzept
eingebunden werden? Wie könnte das bestehende zu erhaltende
Sportgelände (im Nordwesten) funktional eingebunden
werden?


Welche Synergien bestehen zwischen dem von Ihnen geplanten
Konzept und den bereits vorhandenen Tourismus- und Freizeit-Strukturen bzw. -angeboten in Lenggries (z.B. Freizeitgebiet Brauneck, etc.)? Wie werden die alpinen Potentiale der Region Lenggries berücksichtigt? Wie könnten ggf. lokale Angebote, Unternehmen und Vereine in Ihr Projekt eingebunden werden?


3. In welcher Form wären die gemeindeeignen Grundstücke von der Gemeinde zur Verfügung zu stellen (Verkauf, Erbbaurecht, Pacht, etc.)?


4. Von welchen Investitions- und Betriebskosten ist kurz-, mittelund
langfristig auszugehen? Wer soll Vorhabenträger werden?
Wie wird die Refinanzierung der Kosten über die Lebensdauer
des Projektes gesichert?


Abgabe von Interessensbekundung und weiteres Vorgehen


Wir möchten Sie bitten, die genannten Fragen im Rahmen eines
Konzeptvorschlags / Konzeptpapiers bis spätestens

                             01.10.2016,
zu beantworten.


Nach Auswertung wird die Gemeinde entscheiden, inwieweit eine
mündliche Vorstellung des Konzeptes für zweckmäßig erachtet wird.
Die Gemeinde behält sich vor, die gewonnenen Erkenntnisse in ein
Vergabeverfahren und in das Bauleitplanverfahren einfließen zu lassen.


Ansprechpartner

Gemeinde Lenggries
Bauamtsleiter Herr Anton Bammer
Rathausplatz 1
83661 Lenggries
Telefon (08042) 5008-300
Telefax (08042) 5008-101
E-Mail a.bammer@lenggries.de


Hinweis:

Die eingereichten Konzepte dienen der Gemeinde als Ideen- und Diskussionsgrundlage im Rahmen einer Groborientierung für deren weitere Planungsabsichten sowie eine spätere vertiefte Planung. Die Gemeinde
Lenggries weist ausdrücklich darauf hin, dass mit dem Markterkundungsverfahren weder ein Anspruch auf eine Vorstellung des Konzeptes, noch auf die Durchführung eines Vergabeverfahrens, noch auf eine spätere Realisierung des vorgeschlagenen Nutzungskonzeptes verbunden ist. Die Gemeinde Lenggries ist nicht an die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens gebunden. Ebenso wenig sind die Teilnehmer des Markterkundungsverfahrens an ihre im Rahmen der Markterkundung
vorgelegten Pläne und Konzepte gebunden. Die eingereichten Unterlagen
gehen in das Eigentum der Gemeinde Lenggries über. Soweit an den
eingereichten Unterlagen ein Urheberrecht besteht, steht der Gemeinde
hieran ein einfaches Nutzungsrecht im für den vorgenannten Zweck
erforderlichen Umfang zu, hiervon sind insbesondere das Recht zur internen
Vervielfältigung (als Ausdruck oder in elektronischer Form), zur Verbreitung, zur öffentlichen Zugänglichmachung, zur Weitergabe an den Gemeinderat, die Verwaltung sowie sonstige Interessierte umfasst. Ein Entgelt oder eine Erstattung der Kosten, die den Teilnehmern durch die Bearbeitung in diesem Verfahren entstehen, ist ausgeschlossen. Ein Anspruch auf Prämien besteht nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 

Gemeinde Lenggries, den 22.06.2016
 

Werner Weindl
1. Bürgermeister


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