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  • NEI_6, © Tourismus Lenggries
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6 Isar - "Sauberes Wasser"

Wir hocken uns ans Wasser und beobachten es. Manchmal sieht das Wasser braun und schlammig aus. Wie sauber ist die Isar eigentlich? Wie können wir das ohne Analysegerät, Mikroskop und Labor herausbekommen? Die Lebewesen, die im Wasser wohnen, zeigen es uns.

Mit etwas Geduld (allerdings nicht immer!) können wir 1 bis 2 cm kleine Wasserlebewesen  finden: Wir heben im flachen Wasser vorsichtig mittelgroße Steine auf und drehen sie um. Nicht erschrecken, wenn sich etwas bewegt und ganz schnell aus dem Hellen auf fliehen will! Wir haben eine Larve gefunden. (Bitte nicht anfassen! Sie ist zerbrechlich.)

Was ist eine Larve? Viele Fluginsekten werfen ihre Eier ins Wasser. Diese entwickeln sich im Wasser zu Larven. Aus der letzten Larvenhaut, die oft im Wasser treibt, schlüpft das flugunfähige Insekt.

Wir können die Larve mit Wasser in ein Marmeladenglas (Filmdose) schwemmen. Jetzt müssen wir genau hinschauen (Lupe!): Hat die Larve zwei oder drei Fäden am Hinterleib?

Zwei Fäden:                                                            Drei Fäden:

Steinfliegenlarve: Anzeiger für                          Eintagfliegenlarve: Anzeiger

sehr gute Wasserqualität                                      für gute bis mittlere

                                                                              Wasserqualität

Steinfliegen sind sehr empfindlich gegenüber Wasserverschmutzung. Ihre Larven etwickeln sich zwei bis drei Jahre lang nur in sehr sauberem, sauerstoffreichen Wasser. Die Steibnfliegenlarven sind also lebende Anzeigerfür gute Wasser qualität  über einen langen Zeitraum. Man nennt solche Lebewesen „Bioindikatoren“. Steine mit Larven bitte wieder vorsichtig an ihre Stelle im Wasser setzen! Bitte gefangene Tiere nach dem Anschauen sofort wieder schwimmen lassen. Nicht aus großer Höhe ins Wasser werfen und nicht in der Sonne stehen lassen!

 

Am Ende der Kiesbank steigen wir wieder zum Wanderweg hinauf. Hier informiert eine Tafel über die heimischen Fische. Welche Lebensbedingungen bietet die Isar den Fischen? Das Wasser fließt schnell, ist sauerstoffreich und arm an Nährstoffen, der Untergrund ist kiesig und es wachsen keine Pflanzen im Flussbett. An solchen Voraussetzungen sind Forelle, Äsche, Nase, Mühlkoppe und Huche angepasst. (auf der Tafel mit Punkten markiert).


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