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  • Der Kalkofen in Leggries kann man in der Sommerzeit besichtigen..., © Tourismus Lenggries, Foto Christian Bäck
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Der Kalkbrenner

In Lenggries steht noch einer der letzten freistehenden Kalkofen.

Er besteht aus einem Vorraum, der zum Lagern von Brennholz aber auch als Auftenthalts- und Schlafraum der Kalkbrenner diente. Über einen kurzen Gang gelangt man zum eigentlichen gut 3 m hohen Feuerraum.

Mühselig musste früher das Rohmaterial, Kalksteine die aus dem Karwendelgebirge stammten, herbeigeschafft und im Brennraum sorgfältig aufgeschichtet werden. Danach wurde der kuppelförmig freigelassene Hohlraum mit Holzscheiten bestückt und das Feuer entzündet.

Während des Brennvorganges herrschte eine Hitze von mehr als 1000 Grad. Ein Brand dauerte zwischen 3 und 5 Tagen. Die Regulierung der Luftzufuhr und das Nachlegen von Brennholz musste mit größter Sorgfalt rund um die Uhr erfolgen. Danach, wenn die Hitze nach weiteren Tagen abgenommen hatte, waren die Steine schneeweiss geworden.

Nach dem Erkalten der Steine wurden diese zum "Ablöschen" in große hölzerne Wannen geworfen und mit Wasser übergossen - es entstand Sumpfkalk. Beim Lenggrieser Kalkofen ergab ein einziger Brand etwa 60 m3 Sumpfkalk wofür ca. 40 - 50 Ster Brennholz verbraucht wurden.

Erstmalig im 14. Jahrhundert wurde das Kalkbrennen im Isarwinkel erwähnt.
Der letzte Kalkofen in Lenggries erlosch 1958.

 

Geöffnet April-Oktober 9-17 Uhr im Kalkofenweg!

 


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