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  • Ein wichtiger Erwerbszweig in der Vergangenheit: Die Holzwirtschaft in Lenggries, © Tourismus Lenggries
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Der Holzer

Die Holzarbeit am Berg ist und war immer sehr hart.

Zu zweit schnitt man mit der Wiegensäge die Stämme um und der Transport wurde, je nach Jahreszeit, mit dem Schnablerschlitten oder der Schloapf mit den Rössern bewerkstelligt und an Ganterplätzen zusammengetragen. Von diesen Ganterplätzen aus, wurden sie weiter zum Sägewerk gebracht oder per Floß isarabwärts befördert.

Nicht immer war der Abtransport so einfach. Die Holztrift aus dem Gebirge erfolgte meist über die Klausen, die das Wasser der Gebirgsbäche aufstauten und die abgeholzten Stämme mit dem Wasserdruck zu Tal beförderten. Oft versperrten Felsen oder eine Klamm den Weg und dann wurden Übergänge in Form von „Würfen“, „Loiten“ oder „Riesen“ gebaut.

Um der Natur Herr zu werden gehörte Verstand, Mut, Kraft und Fingerspitzengefühl dazu. Nicht immer aber war der Mensch der Kraft der Natur gewachsen und so mancher fand bei seiner Arbeit den Tod. In den Bergen um Lenggries findet man manches Marterl, das an ein Unglück bei der Holzarbeit erinnert und den Wanderer um eine Andacht für den Verunglückten bittet.


 


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