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Bayerisches Konzert in Lenggries
Bräuche im Herbst & Winter
Kirchweih
Am dritten Sonntag im Oktober wird das Kirchweihfest gefeiert. Bei Tanz und Musik will man die „Früchte der Sommerarbeit“ mit selbstgemachten Kirtanudeln und Gänsebraten geniessen.
Leonhardi
Der heilige St. Leonhard wird als Schutzpatron der Stalltiere, insbesondere der Pferde verehrt. Am 6. November findet in Bad Tölz die weitbekannte Leonhardifahrt statt.
In Lenggries wird am Sonntag darauf mit geschmückten Pferden zur Dyoniskapelle bei Schloss Hohenburg geritten. Dort werden Pferde und Reiter von unserem Pfarrer gesegnet.
Ablauf Leonhardiritt in Lenggries:
8:00 Uhr Pfarrgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakob
9:00 Uhr Ritt zur Dyoniskapelle in Hohenburg, Andacht mit anschließender Pferdesegnung
ca. 10:00 Uhr Pferdesegnung am Kirchplatz
Die Sternsinger
An den Tagen um Hl. Drei Könige (am 6. Januar) ziehen die Sternsinger abends von Haus zu Haus - drei als Könige verkleidete Ministranten mit einem vierten, der an einer Stange den Stern von Bethlehem voranträgt. Sie singen ein Lied und tragen Verse vor, die von den Hl. Drei Königen erzählen. Dafür erhalten sie Geld und gelegentlich Esswaren, denn ihr Kommen bedeutet Glück. An die Türen wird mit geweihter Kreide ein lateinischer Haussegen geschrieben mit der jeweiligen Jahreszahl, zur Abwehr von allem Bösen. Das Geld, das die Lenggrieser Sternsinger ersammeln, ist für die Mission bestimmt.
Fasten zur Erinnerung an die Pest
Am 20. Januar, dem Fest des Pestpatrons Sebastian, halten die Lenggrieser strengen Fast- und Bettag. Am Vormittag wird ein speziell gewidmetes Amt in der Pfarrkirche gehalten, außerdem eine heilige Messe gehalten und ein Rosenkranz in der Sebastianikapelle zu Schlegldorf gebetet. Dieser Fasttag geht auf die Pestzeit während des Dreißigjährigen Krieges zurück, damals gelobten die Lenggrieser diesen Bußtag zur Abwendung der Pest.
Lichtmeß
An Lichtmeß (2. Februar) geht ein erstes Frühlingserahnen durch das Land. Man besucht die Kirche, aber auch zu Hause wird am Abend der Lichtmeßrosenkranz gebetet. Jeder kniet in der Stube vor seinem Stuhl, auf dem ein Brettchen mit brennenden Kerzen liegt.
Lichtmeß war ursprünglich auch Schlenkltag. Dienstboten, die die Stelle wechseln wollten, gingen ebenso dorthin, wie Bauern, die sich eine neue Arbeitskraft „verdingen“ wollten. In Lenggries gab es früher auch eine „Verdingerin“, bei der man erfahren konnte, wer eine neue Arbeitskraft einstellen wollte oder wer einen Arbeitsplatz suchte.




