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  • NEI_7, © Tourismus Lenggries
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7 Isar - "Fluss mit Korsett"

Nehmen Sie sich eine Broschüre „Isarauen“ mit, Sie können sie bei 8 gebrauchen.

Wann wurde die Fußgängerunterführung gebaut? Die Fußgängerunterführung ist das jüngste Bauwerk in der Isaraue. Seit 1920 rückten die Menschen dem Fluss immer näher: zuerst  wurde die Eisenbahn in die Aue gelegt, später die Bundesstraße, dann der Wanderweg. Wieso war das möglich? Die Isar war doch – zumindest bei Hochwasser – ein gefählicher Fluss!

Ab ca. 1900 hatte man die technischen Voraussetzungen, den Fluss zu verbauen. Das Ziel war ein geregelter Flußssauf mit sicheren Ufern. Dadurch sollten Siedlungen und Verkehrswege geschützt werden. Um dies zu erreichen, musste man den Fluss in einem einzigen Lauf zusammenfassen. (vgl. 3). Die Ufer befestigte man mit schweren Steinen, wie wir sie schon öfters überstiegen haben.

Die Folge der Verbauung aber war, dass sich die Isar in ihr Kiesbett tiefer einschnitt. Zehn Meter weiter flussaufwärts ist eine Schneise. Wir können schätzen, wie weit der Isar-Wasserspiegel hier unter der Geländeoberfläche liegt.

In wenigen Jahrzehnten sank der Wasserspiegel um 2 bis 3 Meter. Die Isar konnte bei Hochwasser immer seltener ihr festes Bett verlassen. Schließlich waren die großen Flächen der ehemaligen Aue vor Hochwasser sicher. Endgültig wurde dies mit dem Sylvensteinspeicher garantiert. In ihm werden die höchsten Hochwasser zurückgehalten und langsam abgegeben. Auch der Kies setzt sich im See ab und fehlt dem Fluß unterhalb des Dammes.

So konnte sich Lenggries ungehindert in Richtung Isar entwickelt, zuerst von der Marktstraße bis zum Bahnhof, dann bis zur neustrassierten Bundestraße und an ihr entlang. An dieser Stelle wurden wegen des Straßenlärms Gewerbebetriebes gebaut. Weiter südlich am Parkplatz werden wir einen Lärmschutz sehen, hinter dem sich ein Wohngebiet verbirgt.

Wasserbau und Energiegewinnung

Ebenfalls ab etwa 1900 wollte man die Energie der Alpenflüsse nutzen. Das Walchensee-Kraftwerk wurde 1924 verwirklicht. Dazu leitete man einen großen Teil des Isarwassers in den Walchensee um. Die Isar hat bei Lenggries nur noch die Hälfte ihres Wassers (bei normalen Wasserabfluss).

Hinweis: Schauen Sie sich beim Besuch des Walchensee-Kraftwerks das Gesamtmodell an!

Vorsicht! Sie kommen gleich der Bundesstraße sehr nahe. Überqueren Sie mit Kindern die Hirschbachbrücke zügig.


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